Über mich

Mein Name ist Konstantin, und ich bin offiziell anerkannte Eisenbahn-Bekloppter. Ich habe nicht den Ansatz einer Ahnung, warum mich die Eisenbahn schon immer fasziniert hat. Ich habe es im Laufe der Jahre auch aufgegeben, nach dem Grund zu suchen. Es ist halt so.

Mein Vater schenkte meinem Bruder und mir vor vielen Jahren eine Märklin Eisenbahn. Meine Bruder besass ein V60 und eine 01er, ich eine E41 und eine 89er. Die Loks meines Bruders fand ich voll doof und meine super klasse, klare Sache. Mein Bruder verlor irgendwann das Interesse, ich dagegen war fasziniert.

Ich kann mich, damals als Teenager, noch genau an die Fahrten in Silberlingen erinnern, die Abteile, der Übergang zwischen den Wagen, die Sitze, der Geruch, oft leicht verräuchert und ein wenig abgestanden, es gab ja Raucherabteils. Leider existieren diese wunderbaren Waggons nicht mehr, aber, darüber nachdenkend, vielleicht ist es auch besser so.

Ich bin immer ungeheuer gern mit der Eisenbahn gefahren, manchmal auch in exotischen Gegenden. Ich liebe die Ruhe der Fahrt, die ständige Aussicht auf die Welt, das Gleiten, manchmal mit viel Ruckelei aber immer mit sehr viel Charakter. Ich liebe die grossen Lokomotiven, die mit schier endloser Kraft unglaublich viele Menschen in den Zügen irgendwohin verbringen, diese vielleicht eine Reise geniessend oder nur mit der Absicht schnell und sicher irgendwo anzukommen.

Vor Jahren und nach einer langen Pause habe ich in der Nenngrösse 00 wieder angefangen zu bauen aber auch später H0 Rollmaterial eingesetzt. Nach einem Umzug beschloss ich, eine komplett neue Anlage in H0 zu bauen. Das währte ungefähr ein Jahr, ich verkaufte den ganzen Krams und stieg in Spur 0 ein.

Es gibt Menschen, die die Spur 0 als Königsklasse bezeichnen. Mir ist das reichlich wumpe, mich fasziniert einfach nur die Detailliertheit der grossen Loks und Wagen. Ausserdem bin ich nicht mehr der Jüngste, in meinem Alter kann man die kleinen Fitzelloks einfach nicht mehr vernünftig sehen. Vom daran Arbeiten ganz zu schweigen.

Ich würde mich selbst als Spielbahner bezeichnen, auch wenn ich diese Schubladen nicht besonders mag. Ich habe keine allzu grosse Lust auf möglichst vorbildgetreue Betriebsabläufe. Aber, jede(r) wie er oder sie mag. Ich kann sehr gut verstehen, wenn jemanden das fasziniert. Für mich steht allerdings das Bauen im Vordergrund. Wenn ich es mir recht überlege, fahre ich viel zu wenig.

Ich finde es ausserdem klasse, in meinen eigenen Widersprüchen zu baden. Auf der einen Seite, ja passt schon, auf der anderen Seite, nein der Farbton muss noch um eine Nuance angepasst werden. So als Bespiel. Kein Problem, es tut ja keinem weh und schränkt niemanden ein.

Ich respektiere jeden, der die Begeisterung für unser grossartiges Hobby teilt. Spur egal, Betriebsbahner, Teppichbahner, Spielbahner, auch alles egal, Hauptsache Modelleisenbahn. Passt schon. Wir sollten uns aber wirklich nicht immer ernst nehmen. Man sollte sich sowieso viel weniger ernst nehmen. Wir Modellbahner sind vielleicht alle ein klein wenig bescheuert, aber auf angenehme Art und Weise.